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Ja, ich will Cannabis in der Schweiz legalisieren

Wie macht man eine Volksinitiative?

TL;DR: Wenn wir 100'000 CHF erreichen, versuchen wir Methode C, wenn wir 250'000 CHF erreichen, Methode B und wenn wir 500'000 oder mehr erreichen, Methode A. Wenn wir weniger als 100'000 erreichen, können wir keine Initiative machen. Über Spenden, die wir hier entgegen nehmen, würden wir uns sehr freuen!

Einleitung

Im April haben wir unseren Initiativtext bei der Bundeskanzlei eingereicht. Jedoch steht die Initiative noch auf der Kippe, denn: Uns fehlen bestimmte Ressourcen für die Sammlung und Beglaubigung der Initiative.

Was wir unter Ressourcen verstehen

Die Ressourcen jedes Projekts unterteilen wir in vier Kategorien: Arbeit, Zeit, Personen und Kapital. Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung:

Anna und Bea wollen in einem Tag eine Holzbox bauen. Dafür sitzen die beiden erst zwei Stunden zusammen und planen. Danach läuft Anna innerhalb einer Stunde in den Baumarkt, kauft sechs Bretter à je 5 CHF, einen Hammer à 30 CHF und vier Nägel à 2 CHF und läuft zurück. Bea baut danach innerhalb von zwei Stunden die Holzbox.

Das Projekt benötigt also 2 Personen, dauert 7 Stunden (wobei 3 Stunden davon die eigentliche Arbeit darstellt) und kostet 68 CHF. Soweit mal unsere simple Methode der Planung.

Die Frage ist jetzt natürlich: Wie viel benötigt die Sammlung und Beglaubigung einer Volksinitiative an...

...Arbeit?

Wenn wir von durchschnittlich 10 Unterschriften, die pro Stunde gesammelt werden, ausgehen (mehr dazu unten im Text), wäre die Anzahl Arbeitsstunden für die Sammlung = ca 10'000h

Bezüglich Beglaubigung haben wir uns Referenzzahlen eingeholt von anderen Kampagnen und rechnen mit Arbeitsstunden von ca. 2'000h.

Wir rechnen also damit, dass insgesamt mindestens 10'000h + 2'000h = 12'000 Arbeit geleistet werden muss, nur für die Sammlung und Beglaubigung einer Volksinitiative.

...Zeit?

Nach vielen Gesprächen mit Personen anderer Initiativen haben wir als Richtwert für die Anzahl Zeitstunden im Vergleich zu den Anzahl Arbeitsstunden den Faktor 2 definiert. Also jede Stunde Arbeit an der Initiative erfordert eine zusätzliche Stunde, die in die Vorplanung geht.

Wir rechnen also mit zusätzlichen 10'000h + 2'000h = 12'000 Zeitstunden neben den 12'000 Arbeitsstunden, nur für die Sammlung und Beglaubigung einer Volksinitiative.

...Personen?

Grundsätzlich gibt es drei Kategorien:

  1. Bezahlte Personen, die ein Arbeitspensum haben.
  2. Aktive Personen, die 7 oder mehr Stunden pro Woche aufwenden können. Und zwar jede Woche über einen Zeitraum von 18 Monaten.
  3. Pikett Personen, die man punktuell für kurze Arbeiten (< 5 Stunden), wie zum Beispiel das Helfen bei einer Sammlung, anfragen kann.

Wie viele Personen man von jeder Kategorie benötigt, wird weiter unten erläutert.

...Geld?

Die wahrscheinliche wichtigste Komponente, wie immer im Leben, ist die Frage des Geldes: Wie viel Geld benötigt man für die Sammlung und Beglaubigung einer Volksinitiative?

Wir stellen drei Varianten vor:

Variante A - Die 500'000 CHF-Variante
Geschätzte Erfolgschance: 90 Prozent

Schlussrechnung: Lohnkosten (180'000 CHF) + Sammelkosten (220'000 CHF) + Beglaubigungskosten (100'000 CHF) = 500'000 CHF.


Variante B - Die 250'000 CHF-Variante
Geschätzte Erfolgschance: 50 Prozent

Schlussrechnung: Lohnkosten (180'000 CHF) + Sammelkosten (60'000 CHF) + Reserven (10'000 CHF) = 250'000 CHF.

Das Problem bei dieser Variante ist, dass einerseits 250'000 CHF auftreiben sehr schwer ist, noch schwieriger ist aber, 10 Personen zu finden, die über einen 18monativen Zeitraum > 7 Stunden ehrenamtlich pro Woche helfen.


Variante C - Die 100'000 CHF-Variante
Geschätzte Erfolgschance: 25 Prozent

Schlussrechnung: Lohnkosten (84'000 CHF) + Sammelkosten (6'000 CHF) = 100'000 CHF.

Wir werden das Konzept zu dieser Variante, das sehr bald hier erscheinen wird, noch ganz konkret im Detail beschreiben. In diesem TA-Artikel findet ihr aber einen kleinen Vorgeschmack, in welche Richtung wir denken.

Drei Varianten - Welche wird es?

Welche Variante es wird, hängt also vor allem davon ab, wie viel Geld bis Ende Jahr eingespielt wird. Wir nehmen den 31.12.2017 als Stichdatum, weil wir denken, dass ein halbes Jahr eine sinnvolle Referenzgrösse ist um zu schauen, wie die Situation ausschaut. Welche Variante es wird, hängt also einfach von den Einnahmen zusammen: Um die 100'000 CHF = Variante C, um die 250'000 CHF = Variante B und 500'000 oder mehr = Variante A. Sollten wir weniger als 100'000 CHF einspielen, dann werden wir wohl den Initiativtext zurückziehen, denn einen gewissen Geldbetrag brauchen wir einfach, um eine Initiative durchzuziehen.

Soweit mal die Aussichten. Wir sind positiv eingestellt und überzeugt, dass wir bis Ende Jahr eine gute Bilanz ziehen können. Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann könnt ihr das hier tun. Auf die kommende Legalisierung!